Windel ade!
publiziert: Donnerstag, 3. Jul 2014 / 09:00 Uhr
Baby auf Toepfchen
Baby auf Toepfchen

Es gibt kein einzig richtiges Alter, um mit dem Töpfchen-Training zu beginnen, denn jedes Kind ist individuell. Die meisten Kinder sind zwischen zwei und zweieinhalb Jahren alt, wenn sie bereit sind, auf ihre Windel zu verzichten. Je älter das Kind ist, umso leichter und schneller klappt die Umgewöhnung.

1. Schritt: Ist mein Kind bereit?

Finden Sie heraus, ob Ihr Kind bereit ist. Die meisten Eltern beginnen mit dem Töpfchen-Training, wenn Ihr Kind älter als zwei Jahre alt ist. Einige Kinder sind allerdings bis zu ihrem vierten Lebensjahr noch nicht bereit. Warten Sie auf die Anzeichen, beispielsweise, wenn Ihr Kind beginnt Ihre WC-Gewohnheiten oder die Ihres Partners zu imitieren. Üben Sie keinen Druck auf Ihr Kind aus.

2. Schritt: Die richtige Ausstattung

Kaufen Sie die richtige Ausstattung. Die wichtigste Investition ist ein passendes Töpfchen oder ein spezieller Toilettenaufsatz. Gehen Sie mit Ihrem Kind auf Einkaufstour und besorgen Sie zusammen ein Töpfchen. Lassen Sie Ihr Kind bei Farbe und Design des Topfes mitentscheiden. Es ist sicher am einfachsten, mit einem Töpfchen zu beginnen, statt Ihr Kind gleich auf die Toilette zu setzen. Auf das Töpfchen kann sich Ihr Kind ganz alleine setzen und man kann es leicht in jedes Zimmer mitnehmen. Vergewissern Sie sich, dass das Töpfchen stabil steht, damit Ihr Kind es auch allein benutzen kann, ohne es umzuwerfen oder von ihm herunterzufallen.

3. Schritt: Routine schaffen

Setzen Sie Ihr Kind einfach mal angezogen auf das Töpfchen, zum Beispiel nach dem Frühstück oder zu einem anderen günstigen Zeitpunkt.  Auch wenn es nicht sitzen bleiben will, ist das völlig in Ordnung. Zwingen Sie Ihr Kind niemals aufs Töpfchen zu gehen, wenn es nicht will. Dramatisieren Sie das Thema auch nicht; es ängstigt Ihr Kind nur. In so einem Fall ist es besser, das Töpfchen für eine Zeit wegzuräumen und es später erneut zu versuchen. Versuchen Sie in dieser Phase nicht, ihm zu erklären, warum es dort sitzt. Es soll nur begreifen, dass es dieses Ding benutzen soll. Platzieren Sie das Töpfchen an einem schönen Ort. Im Sommer können Sie es auch mit in den Garten nehmen.

4. Schritt: Abschied von den Windeln

In dieser Phase sitzt Ihr Kind nun ohne Windel auf dem Töpfchen. Lassen Sie ihm Zeit, sich daran zu gewöhnen, wie es sich anfühlt. Jetzt können Sie ihm erklären, warum es dort sitzt und das Mama, Papa und gegebenenfalls die älteren Geschwister jeden Tag dasselbe tun, und dass dieses Ritual zum Grosswerden einfach dazugehört. Hat Ihr Kind den Sinn verstanden und macht etwas in das Töpfchen - super! Falls nicht, drängen Sie es nicht zu sehr. Warten Sie und erklären ihm erneut, warum es besser ist, das Töpfchen zu benutzen.

5. Schritt: Den Ablauf erklären

Vielleicht hilft es Ihrem Kind, wenn es weiss, wohin sein Geschäft am Schluss entschwindet. Das nächste Mal, wenn etwas in die Windel geht, gehen Sie mit ihm zum Töpfchen und entleeren die Windel dort hinein. Durch das direkte Beobachten, was mit dem Windelinhalt geschieht, lernt es, warum es auf das Töpfchen gehen soll. Entleeren Sie dann das Töpfchen in die Toilette und lassen Sie Ihr Kind die Spülung betätigen. Bringen Sie ihm gleich von Beginn an bei, sich selbst wieder anzuziehen und die Hände zu waschen.

6. Schritt: Unabhängigkeit fördern

Ermutigen Sie Ihr Kind, das Töpfchen auch allein aufzusuchen, wenn es den Drang dazu verspürt. Oder es soll Ihnen Bescheid sagen, damit Sie mit ihm ins Bad gehen können. Falls Sie die Möglichkeit haben, lassen Sie es ruhig ohne Hose und Windel spielen, natürlich nur wenn es warm ist und das Töpfchen in der Nähe steht. Erzählen Sie ihm, dass es nun jederzeit auf das Töpfchen gehen kann und - falls nötig - erinnern Sie es gelegentlich daran.

7. Schritt: Training

Besorgen Sie ein paar Trainings-Windeln wie zB die Höschenwindeln mit Bund. Einige Kinder sind neugierig und mögen die «neue Windel», die wie eine Unterhose benutzt wird. Es wird helfen, Ihr Ziel zu erreichen. Es kann aber auch der Fall sein, dass Ihr Kind diese neuartige Windel überhaupt nicht mag und diese spezielle Erfahrung ablehnt. Einige Kinder finden es ganz toll, Unterwäsche anstelle der Windeln zu tragen.

8. Schritt: Missgeschicke

Reagieren Sie taktvoll auf Missgeschicke. Fast jedem Kind passieren in der Phase des Trockenwerdens kleine Missgeschicke. Das ist ganz normal. Es geht öfters mal etwas in die Hose, bis Ihr Kleines absolut trocken ist, tags wie nachts. Werden Sie nicht wütend oder setzen Ihr Kind unter Druck.  Bleiben Sie ruhig und geduldig, falls mal etwas in die Hose geht.

9. Schritt:  Nachttraining

Benutzt Ihr Kind am Tag konsequent das Töpfchen oder die Toilette, wird es vielleicht trotzdem weitere Monate oder Jahre brauchen, um nachts trocken zu werden. Also bewahren Sie die übrig gebliebenen Windeln lieber auf. Eventuell ist Ihr Kind noch zu klein, um für den Toilettengang regelmässig aufzuwachen. Sie können es unterstützen, indem Sie ihm ab dem späten Nachmittag nicht mehr viel zu Trinken anbieten. Machen Sie Ihrem Kind verständlich, dass es Sie immer rufen kann, wenn es nachts wach wird, damit Sie mit ihm auf die Toilette gehen. Für den Fall, dass es das Töpfchen in der Nacht benutzen will, können Sie das Gerät auch neben dem Kinderbett platzieren.

10. Schritt: Geschafft!

Glauben Sie es oder nicht, aber wenn Ihr Kind bereit ist fürs Trockenwerden, wird es das auch. Warten Sie, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist, damit die Phase nicht zu anstrengend für Sie beide wird. Kinder haben bei diesem Prozess ihre eigene Geschwindigkeit und spätestens, wenn alles geschafft ist, verschwenden Sie keinen Gedanken mehr daran. Bis zu Ihrem nächsten Baby.

(radiolino.ch/radiolino.ch)

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